Amy Youngs Statement

Amy Youngs
Statement

„In der Collage von synthetischen, natürlichen, tierischen und menschlichen Materialien untersuche ich in meinen künstlerischen Arbeiten das konfliktreiche Verhältnis, das unsere Kultur zur Natur entwickelt. Mein persönlicher Ausgangspunkt war ein neunjähriges Experiment, in dem ich eine spezielle Art von Bühnenkaninchen züchtete. Ich ging der Obsession eines „perfekten Kaninchens“ nach und hatte das Gefühl, dass ich die natürliche Welt tatsächlich verändern könnte. Es war ein sehr starkes Gefühl; und dennoch, die Tatsache, dass ich diese Kaninchen nach einer menschlichen Idee veränderte, war zugleich beunruhigend. Teil der selektiven Zucht ist auch die „Nicht-Auswahl“ vieler Tiere. Vor vielen Jahren gab ich diese Kaninchenzucht auf, aber mein Interesse, einen idealen Naturzustand durch technische Kontrolle erlebbar zu machen, ist geblieben. Meine Arbeit bezieht die Betrachter/innen auf visueller, taktiler und auditiver Ebene mit ein, um einen Dialog über die Beziehung von Technologie, unserem sich verändernden Naturbegriff und uns selbst zu initiieren. Mich interessiert, wie wir mit unseren verbesserten und erweiterten menschlichen Möglichkeiten die Welt in Mikro- und Makro-Modi wahrnehmen, sie durch und durch erkunden können und sogar Versuche machen, um ökologische Fehler der Vergangenheit zu beheben. Dass Technologie gleichzeitig ruinieren und offenbaren, neu erfinden und reparieren kann, ist das Paradoxon, um das meine Arbeit kreist.“

zurück/back