Text von Isabelle Mars

Text zu Jürgen Albrecht
von Isabelle Mars (2013)

„Licht und Schatten. Bewegung und Innehalten. Mein Blick fällt in weitläufige Architekturen, gesehen gerade handhoch und empfunden doch begehbar. Meine Vorstellung passt meinen Körper an deren Proportion an, so kann ich in ihnen wandern. Ganz bei mir durchschreite ich neue Orte und vergesse das mich umgebende Stimmengewirr. Ich bin in einer Ausstellung von Jürgen Albrecht. Seine Skulpturen zeigen uns nichts, sondern erschaffen Freiräume und lassen uns zu Autoren des Erblickten werden. Nicht ausgefuchste Technik, noch spezielle Effekte sind hier vonnöten, einfache Kuben aus Pappe und etwas weiße Farbe, sowie der Einsatz von Licht, ob künstlich, dem Tage entnommen oder aus der direkten Umgebung projiziert, beflügeln den Geist und seine Stimmungen. Wir werden in unsere eigenen Welten entführt, derer wir vorher vielleicht nie so habhaft geworden sind. Nur je eine Person kann jeweils in die Einblicke der Skulpturen schauen, sieht ihr eigenes Bild, bis sie weiterzieht, um dem nächsten Betrachter Raum zu schaffen.“

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